12. Dezember 2015    J. S. Bach, Weihnachtsoratorium


11. Oktober 2015     F. Schubert     Es-Dur-Messe

 Wormser Zeitung vom 13.10.2015

 Wormser Zeitung vom 06.07.2015

Für ihr Jubiläumskonzert anlässlich des 60. Geburtstags im Oktober erhält die Wormser Kantorei 5.000 € aus der RWE-Stiftung!                                      

 Wormser Zeitung vom 11.05.2015

Wunderhören: Bürgerchor studiert bei Mitmachprojekt auf dem Wormser Obermarkt Trinklied aus „Carmina Burana“ ein

Mitglieder der Wormser Kantorei beim Festival wunderhoeren

Im Rahmen des Festivals wunderhoeren studierte Stefan Merkelbach mit Mitgliedern der Wormser Kantorei und einem Bürgerchor das Trinklied "In Taberna Quando Sumus" ein.

Von Christian Mayer

WORMS - „Es trinkt die Frau, es trinkt der Mann, es trinkt der Tölpel, trinkt der Weise, es trinkt der Fremde, trinkt die Jugend, trinkt das Alter, es trinken hundert, trinken tausend.“ Was nach exzessivem Saufgelage klingt, ist in Wirklichkeit ein Mitmachprojekt, wie man es in Worms noch nicht gesehen hat. Fast drei Dutzend überwiegend Fremde standen am Samstagmittag zusammen auf einer Bühne auf dem Obermarkt und sangen miteinander das eingangs zitierte mittelalterliche Trinklied „In Taberna Quando Sumus“.

 

Das Trinklied entstammt der um 1230 entstandenen Handschrift „Carmina Burana“ aus dem oberbayerischen Kloster Benediktbeuren. Die Handschrift umfasst 254 mittellateinische, mittelhochdeutsche, altfranzösische und provenzalische Lied- und Dramentexte, die überwiegend von anonymen Dichtern verfasst wurden.

 

„Bürgerchor“ nannten die Macher des Festivals „Wunderhoeren“ das. Im Vorfeld hatten sich Interessierte anmelden können; mitbringen musste man am Samstag rein gar nichts – außer guter Singlaune. Entsprechend ausgelassen war die Stimmung: Chorleiter Stefan Merkelbach, zugleich Dirigent der Wormser Kantorei, studierte mit den Sängerinnen und Sängern das Trinklied ein.

Mit dabei: Sigrid und Gerhard Mauch aus Ludwigshafen. „Wir waren schon öfter als Zuhörer bei der Wormser Kantorei und haben uns herausgefordert gefühlt, bei dem kleinen Bürgerchor-Projekt mitzumachen“, erzählen die beiden. Sie schätzen die „direkte und lockere Art“ Merkelbachs. „Wir sind gerne hier in Worms wegen dieser besonderen kulturellen Atmosphäre.“ Chorerfahrung bringen sie bereits mit: Im Umfeld ihrer Region haben beide schon in Chören mitgesungen.

Eine Tatsache, die zwar die allermeisten Mitsingenden erfüllen, die aber keine zwingende Voraussetzung war. Kulturkoordinator Volker Gallé, zugleich künstlerischer Leiter von „Wunderhoeren“, freute sich auch über drei spontane Sänger, die erst am Obermarkt selbst von der Aktion erfahren hatten und sich trotzdem sofort auf die Bühne wagten. Unter ihnen war auch ein zehnjähriger Junge, der mit einer besonderen Begeisterung mit von der Partie war.

Im Vordergrund stand für Gallé die eigene Singerfahrung: „Wie fühlt sich das an, wenn man selbst mal ,Alte Musik’ singt?“ Geholfen hat dabei das Ensemble „Ranunculus“, die Gallé wegen seiner Qualität immer wieder gerne nach Worms holt. „Ranunculus“ hat unter anderem schon beim Spectaculum gespielt.

Für das Festival alter Musik und Literatur sollte der öffentliche Mitmachchor auch eine Werbung sein: „Die Leute sollen schon einmal mitbekommen, dass es Wunderhoeren gibt – auch diejenigen, die interessiert sind, aber nicht unbedingt die Tagespresse verfolgen“, erklärte Gallé.

Und die Strategie scheint aufgegangen zu sein: Immer wieder hielten Passanten an, um der Musik auf der Bühne zu lauschen. So war das Bürgerprojekt ein echter Publikumsmagnet am Samstagmittag, nachdem die Wolken, die morgens aufgezogen sind, dem strahlenden Sonnenschein gewichen waren.

 

Wormser Zeitung vom 29.04.2015

Partnerschaft wird gelebt

Im April 2015 gab die Wormser Kantorei ein Konzert mit dem St Albans Chamber Choir in der Abbey von St Albans.
The Cathedral Church of St Albans

Die Abbey von St Albans: Hier hat die Kantorei ein Konzert mit dem Chamber Choir gegeben.

Archivfoto: Hubert Listmann

Von Ulrike Schäfer

WORMS - Im Jahr 2014 waren die Beziehungen zur englischen Partnerstadt St Albans so intensiv wie schon lange nicht mehr. Das lag an der sehr gelungenen Bürgerreise im Juni und an einer ebenfalls sehr befriedigenden Kooperation bei der Betrachtung und Aufarbeitung des Ersten Weltkriegs in beiden Städten. Dass Hubert Listmann, der langjährige Vorsitzende des Partnerschaftsausschusses, beim Jahresempfang des Oberbürgermeisters Anfang Januar 2015 die Verdienstmedaille der Stadt Worms erhielt und gerade erst kürzlich auch in St Albans für seine engagierte Tätigkeit geehrt wurde, war dann das Tüpfelchen auf dem i.

In der Partnerschaftsausschusssitzung legte Listmann wie gewohnt einen Rückblick vor. Die Berichte über die Bürgerreise im Juni nahmen dabei den größten Raum ein. In fünf Tagen hatten die 45 Wormser Reisenden nicht nur die Partnerstadt erkundet und waren von Mayor Geoff Harrison empfangen worden, sondern sie hatten unter anderem auch einen Ausflug in die Universitätsstadt Cambrigde, zur Kathedrale von Ely und eine Rundfahrt durch London unternommen. Höhepunkt war die Teilnahme am St Albans Day mit tausenden von Menschen gewesen. Beigeordneter Uwe Franz, der den Oberbürgermeister bei der Sitzung vertrat, hob lobend die große Gastfreundschaft der Briten hervor. Um den St Albanern bei der Restaurierung und Erweiterung der historischen Townhall zu helfen, hatte er ihnen flüssige Unterstützung zum Bierfestival angeboten, die Eichbaum-Brauerei war auch bereit dazu gewesen, doch die englischen Freunde reagierten zu spät, um einen größeren Biertransport zu organisieren. Franz hofft, dass es beim nächsten Mal klappt. Hubert Listmann regte an, zur Jubiläumsfeier der englischen Partnerschaftsvereinigung im kommenden Oktober schon eine kleinere Menge mitzunehmen.

Für die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen dem Wormser Stadtarchiv und dem Museum in St Albans hatte Hubert Listmann auf Wormser Seite die Weichen gestellt, auf englischer Seite wurde er wie immer zuverlässig von Kate Morris unterstützt, die auch im September im Haus zur Münze einen interessanten Vortrag über die spezifische Kriegssituation in St Albans gehalten hatte. Wie die Lage 1914 in Worms war, hatte Dr. Daniel Nagel bei einem Besuch in der Partnerstadt geschildert. Mit Professor Dr. Gerold Bönnen nahm Nagel im Herbst auch an einer wissenschaftlichen Tagung in St Albans teil. Die fruchtbare Zusammenarbeit schlug sich sichtbar in einer bemerkenswerten Gemeinschaftsausstellung nieder. Begeistert resümierte Bönnen: „Wir waren garantiert nicht zum letzten Mal dort.“

Ähnlich positiv waren auch die Erfahrungen Dr. Busso Diekamps, der 2013 in St Albans über die 1526 von Peter Schöffer d.J. in Worms gedruckte Tyndale-Bibel referiert hatte. Eine Erinnerungstafel an dieses Ereignis soll demnächst auf den Weg gebracht werden.

Neun Fans des St Albans City Football Clubs hatten im August ein Wormatia-Spiel besucht. Listmann hofft, dass sich die Kontakte zum englischen Fußballverein, die lange brachlagen, jetzt wieder erneuern.

In diesem Jahr hat der Preisträger des St Albans Organ-Festivals, Martin Sturm, im Wormser Dom gespielt und die Kantorei hat zum 25. Mal gemeinsam mit dem St Albans Chamber Choir in der Abbey ein Konzert gegeben.

 

Wormser Zeitung vom 23.04.2015

Wormser Kantorei gibt Konzert mit englischen Freunden in St Albans

Die Wormser Kantorei gestaltete ein Konzert mit dem St Albans Chamber Choir. Die Chöre sangen gemeinsam das "Te Deum" von Haydn und die "Messe in c-moll" von Mozart.

Foto: Rolf Ochßner

WORMS/ST ALBANS - (red). Die Wormser Kantorei hatte sich mit 37 Sängern in die englische Partnerstadt St Albans aufgemacht. Seit 1969, dem Beginn der Chorpartnerschaft zwischen der Wormser Kantorei und dem St Albans Chamber Choir, hat es alle zwei Jahre, abwechselnd in Worms oder St Albans, gemeinsame Projekte und Konzerte gegeben. Nun war es wieder soweit: Ein Konzert in der Abbey and Cathedral of St Albans stand an. Auf dem Programm: das „Te Deum“ von Joseph Haydn, das Stefan Merkelbach dirigierte, und die „Messe in c-Moll“ von Wolfgang Amadeus Mozart, bei der John Gibbons den Taktstock führte.

Die Mozartmesse hatte die Kantorei Ende März in der Wormser Friedrichskirche mit großem Erfolg aufgeführt. Das „Amadeus Chamber Orchestra“ begleitete die Chöre, Solisten waren Kim Sheehan und Cecilia Bailey (beide Sopran), Oliver Martin-Smith (Tenor) und Jonathan Saunders (Bass).

In der englischen Zeitung „Herts Advertiser“ gab es großes Lob für den Auftritt der beiden Chöre. Sie harmonierten sehr gut, bescheinigte Rezensent John Manning; als bemerkenswert bewertete er die Zusammenarbeit auch deswegen, weil die Chöre ja zwei unterschiedliche Sprachen sprächen. Das musikalische Erlebnis, die Aufführung, bezeichnet der Journalist aus St Albans als spektakulär und exzellent.

Vor dem Konzert hatten die beiden Chöre geprobt, eine Städtetour unternommen – und auch gefeiert bei der traditionellen Party in der „Wheathampstead Memorial Hall“ in der Nähe von St Albans. Der Chamber Choir hatte den Raum in deutschen und englischen Farben dekoriert, die Dirigenten und Vorsitzenden der Chöre (Ralph Penny und Hubert Listmann) sprachen Grußworte.

Sie brachten ihre Freude darüber zum Ausdruck, dass es auch bei diesem Treffen gelinge, die beiden Chöre zu einem großen Chor mit schönem Klang zu vereinen. Dies sei das Verdienst der musikalischen Leiter, John Gibbons und Stefan Merkelbach. Die gemeinsame musikalische Arbeit mit zwei so unterschiedlichen Dirigenten sei spannend und eine Bereicherung für alle.

 

Herts Advertiser vom April 2015

Wormser Zeitung vom 13.04.2015

Dank für Pflege der Partnerschaft

Geoff Harrison, Bürgermeister von Stadt und Kreis St Albans, übergab Hubert Listmann (r.) eine Urkunde und dankte ihm für herausragenden Einsatz.

Foto: Kate Morris

Von Susanne Müller

WORMS/ST ALBANS - Beziehungen zwischen den Städten St. Albans und Worms bestehen seit über 50 Jahren, der Partnerschaftsausschuss feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Seit 1969 haben der St. Albans Chamber Choir und die Wormser Kantorei abwechselnd alle zwei Jahre gemeinsame Konzerte veranstaltet. Als neueste Zusammenarbeit singen sie die Mozart-Messe in C-Moll in der Kathedrale der Partnerstadt.

Der Bürgermeister von Stadt und Kreis St. Albans, Ratsherr Geoff Harrison, empfing die Chormitglieder, Mitglieder des Partnerschaftsvereins und auch Hubert Listmann vom Partnerschaftsausschuss – und dem Wormser wurde eine große Ehre zuteil.

Der Bürgermeister übergab dem Vorsitzenden der Wormser Kantorei ein Zertifikat in Anerkennung seines herausragenden Beitrags seit 1989 zur Pflege der Partnerschaft zwischen den beiden Städten. In Worms war Listmann im Januar für sein über viele Jahrzehnte währendes, vorbildliches Engagement um die Städtepartnerschaft mit St. Albans und seinen vielseitigen Einsatz für die Wormser Kantorei mit der Verdienstmedaille geehrt worden.

„Es war wunderschön, so viele freundliche Menschen zu erleben, die sich mit alten Freunden austauschten und neue Bekanntschaften knüpften. Ich danke allen, deren Enthusiasmus und Einsatz diese Beziehungen so lebendig und bedeutungsvoll gestalten. Insbesondere beglückwünsche ich Hubert Listmann zu seinem enormen Beitrag zur Gründung und Weiterentwicklung dieser herzlichen Freundschaft im Laufe der vergangenen 25 Jahre“, betonte Geoff Harrison bei der Feier.

 

22. März 2015    W. A. Mozart    Messe in c-moll

Wormser Zeitung vom 24.03.2015